D. Horst Hirschler, Landesbischof i. R., Abt zu Loccum beim Stiftungstag der Landeskirche 2012; Bild: Isabell Massel

Bedingungen

BEDINGUNGEN

Martin Käthler, Stiftungsberater der Landeskirche mit Felix Oldenburg, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen Foto: Isabell Massel

Anträge sind nach dem verbindlichen Antragsformular (Anlage 1 zur Rundverfügung G1/2017) und mit dem Nachweis über die eingeworbenen Drittmittel nach dem verbindlichen Vordruck (Anlage 2 zur Rundverfügung G1/2017) bei der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers bis zum 30. September 2019 (es gilt das Datum des Poststempels oder bei persönlicher Abgabe der Eingangsstempel des Landeskirchenamtes) mit den im Antragsformular aufgeführten weiteren Anlagen zu stellen. Eine Zusendung per E-Mail ist nicht zulässig, E-Mail-Anträge werden nicht bearbeitet.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem 30. September 2019 um eine Ausschlussfrist handelt, und der Antrag bis zu diesem Zeitpunkt vollständig mit allen angeforderten Anlagen vorliegen bzw. bei der Post aufgegeben sein muss. Bitte füllen Sie das Antragsformular (Anlage 1) sorgfältig und vollständig aus und fügen Sie unbedingt alle erforderlichen Unterlagen bei.

Bonifiziert werden selbstständige und unselbstständige kirchliche Stiftungen. Selbstständige Stiftungen stellen selber den Antrag auf Bonifizierung, für unselbstständige Stiftungen ist der Antrag durch den Träger der Stiftung zu stellen.

Selbstständige kirchliche Stiftungen sowie unselbstständige kirchliche Stiftungen können nur bonifiziert werden, wenn die Stiftung vom Landeskirchenamt Hannover die Anerkennung erhalten hat bzw. genehmigt worden ist, der kirchlichen Stiftungsaufsicht bzw. der allgemeinen kirchlichen Vermögensaufsicht unterliegt, und die Stiftung nach ihrer Satzung ausschließlich oder überwiegend kirchliche Aufgaben oder diakonische Zwecke, überwiegend im Bereich unserer Landeskirche, fördert.

Bei der Förderung im Verhältnis 3:1 werden die im Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2019 eingeworbenen Drittmittel nur dann berücksichtigt, wenn es sich um direkte Zuwendungen in den Kapitalstock der Stiftung handelt bzw. wenn der Spender/die Spenderin in Mailing, Sammlung, Abkündigung o. ä. eindeutig zuvor darauf hingewiesen wurde, dass die Zuwendung dem Kapitalstock der Stiftung zugeführt wird (Zustiftung oder Beitrag zur geplanten Stiftungsgründung).

Mittel, die Antragsberechtigte im Hinblick auf eine zu gründende Stiftung ab dem 1. Juli 2017 von Dritten entgegennehmen, um sie bestimmungsgemäß für die Gründung einer kirchlichen Stiftung zu verwenden, können bonifiziert werden, wenn diese Stiftung bis spätestens 30. Juni 2019 vom Landeskirchenamt die Anerkennung erhalten hat bzw. genehmigt worden ist.

Zuflüsse in den Kapitalstock der Stiftung aus Erbschaften bzw. Vermächtnissen werden bonifiziert, wenn die Stiftung bzw. die kirchliche Körperschaft öffentlichen Rechts als Trägerin/Gründerin dieser Stiftung im Testament als Erbin bzw. Vermächtnisnehmerin bestimmt wurde (als Nachweis bitte eine Kopie des Testaments einreichen), und der Zufluss des Erbes bzw. Vermächtnisses innerhalb des zweijährigen Bonifizierungszeitraumes bei der Stiftung stattfindet.

Nicht bonifizierbar sind sonstige Mittel aus bereits bestehendem kirchlichem Vermögen, wie etwa die Einbringung von Rücklagen, Erlöse aus dem Verkauf von Grundstücken und Immobilien oder die Umwidmung schon vorhandener Gelder. Beachten Sie bitte, dass nicht alle Einnahmen, die eine Stiftung generiert, dem Stiftungskapital zugeführt werden dürfen. In Zweifelsfällen sollten selbstständige Stiftungen mit einem Steuerberater oder dem zuständigen örtlichen Finanzamt Kontakt aufnehmen, unselbstständige Stiftungen wenden sich an das zuständige Kirchenkreisamt bzw. Kirchenamt.

Auch zeitnah zu verwendende Spenden, die einer Stiftung im genannten Bonifizierungszeitraum zugewendet werden, dürfen grundsätzlich nicht dem Kapitalstock einer Stiftung zugeführt werden. Sie sind vielmehr entsprechend dem Stiftungszweck auszugeben. Spenden zur zeitnahen Verwendung können deshalb nicht als bonifizierbare Drittmittel berücksichtigt werden.

Symbolische Scheckübergabe nach der dritten Bonifizierungsaktion an die Stiftung der Ev.-luth. Kirchengemeinde Aerzen im März 2012; Foto: Isabell Massel

Über alle eingegangenen Anträge entscheidet ein Kuratorium, das sich aus Vertretern der Landessynode und des Landeskirchenamtes zusammensetzt. Das Kuratorium wird bei jedem eingereichten Antrag prüfen, ob der Mittelbeschaffung ein längerfristiges Konzept zugrunde gelegen hat, damit auch nach dem 30. Juni 2019 weiterhin erfolgreich Drittmittel gesammelt werden können. Deshalb sind neben der Vorlage der Stiftungssatzung (Kopie) und dem vollständig ausgefüllten Antragsformular unbedingt die unten aufgeführten Anlagen vorzulegen.

Grundsätzlich bonifizierbar sind Finanzmittel. Daneben können einer Stiftung auch Sachwerte, Immobilien, Grundstücke, Rechte, Aktiendepots o. ä. zufließen. Über die entsprechende Bonifizierungssumme (in Euro) in diesen Fällen entscheidet das Kuratorium im Einzelfall. Bitte fügen Sie entsprechende Nachweise über den Wert der Zuwendung zum Stichtag des Zuflusses bei (Gutachten, Kontoauszug Aktiendepot etc.).

Neben dem Antragsformular und dem Nachweis über die eingeworbenen Drittmittel (Anlagen 1 und 2) sind dem Antrag unbedingt folgende weitere Anlagen beizufügen:

  • Stiftungssatzung und Stiftungsgeschäft (Kopie)
  • mindestens zwei Protokolle von Vorstands-/Kuratoriumssitzungen aus dem Bonifizierungszeitraum Juli 2017 bis Juni 2019
  • mindestens zwei Projektbeschreibungen von zwei geförderten Maßnahmen oder eigenen Projekten durch Erträge der Stiftung innerhalb des Bonifizierungszeitraumes Juli 2017 bis Juni 2019
  • mindestens zwei Presseartikel aus dem Bonifizierungszeitraum Juli 2017 bis Juni 2019
  • mindestens zwei Dankbriefe bzw. Anschreiben an Stifter/-innen und Zustifter/-innen aus dem Bonifizierungszeitraum Juli 2017 bis Juni 2019
  • die Jahresabrechnung 2017 und/oder 2018 der Stiftung mit Vermögensübersicht.

Anträge müssen vollständig eingereicht werden, d. h. mit allen geforderten weiteren Anlagen. Falls bestimmte Anlagen (z. B. Presseartikel, Mailing, Jahresabrechnung) nicht fristgerecht beigebracht werden können, ist dies im Einzelnen schriftlich bei Antragstellung zu begründen. Darüber hinaus freuen wir uns über die Zusendung weiterer Materialien (Werbemittel, Flyer, Plakate, Kalender, Urkunden) oder die Dokumentation von Veranstaltungen sowie Fotos (z. B. von Stiftertafeln, Stifterbüchern etc.). Die eingereichten Materialien gehen in das Eigentum der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers über und können von ihr ausgewertet werden, Materialien für Werbezwecke (wie Flyer, Plakate, Presseartikel etc.) können zudem innerhalb der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers insbesondere im Rahmen der Fundraising-Ausbildung verwendet werden.

Fundraising-Ideen

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Martin Kaethler
Martin Käthler
Archivstraße 3
30169 Hannover
Tel.: 0511 1241-168
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Haus kirchlicher Dienste / Fachbereich I

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Evangelischer FundraisingService

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Stiftungsberatung